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health

Ernährung und Lebensqualität

Von Silvia Pel

Sollten wir Kohlehydrate meiden? Welche Proteinquelle ist die Beste? Ist es möglich Krebs, Bluthochdruck, Herzkrankheiten und Diabetes durch eine gesunde Ernährung und einen guten Lebensstil zu verhindern. Was ist das Geheimnis der Menschen, die am längsten leben und gleichzeitig eine hohe Lebensqualität genießen?

Im Jahr 2006 wurde ein revolutionäres Buch veröffentlicht, welches als “umfassendste jemals erstellte Studie im Bereich der gesunden Ernährung” bezeichnet wird. “The China Study” von Dr. Collin Campbell nimmt uns mit auf eine spannende Reise hinter die Kulissen, bei denen wir mit wagemutigen Studien bekannt gemacht werden, die von renommierten Universitäten wie Oxford und Cornell finanziert wurden. Die mehr als 40 Jahre lang dauernde Untersuchung liefert erstaunliche Erkenntnisse zum Thema Ernährung. Mit vielen Jahre lang als wahr eingestuften Ernährungsmythen wird in der Studie gebrochen und mehr denn je verstehen wir auf Basis der Ergebnisse, dass die Ernährung und der Lebensstil sehr viel mit Gesundheit und Fröhlichkeit zu tun haben. Dr. Campbell liefert uns ein Rezept um Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs zuvor zu kommen.

Revolutionäre Erkenntnisse

Campbell wuchs auf einer Farm auf. Er war der erste seiner Familie, der die Möglichkeit hatte an einer Universität zu studieren. Er war der Meinung, dass Produkte von Tieren die Grundlage einer jeden gesunden Ernährung bilden sollten. In seiner Doktorarbeit führte er deswegen eine Studie durch, mit der nach besseren Methoden zur Produktion von Proteinen aus Tierprodukten geforscht werden sollte.
Seine noch junge Karriere führte ihn schließlich auf die Philippinen, wo er eine landesweite Studie durchführte, welche die Grundlage für die Bekämpfung der Mangelernährung von Kindern bilden sollte. Es wurde davon ausgegangen, dass der Grund für die Probleme ein Mangel an tierischen Proteinen war. Die Studie zeigte, dass es eine abnormal hohe Zahl an Fällen von Leberkrebs unter den Kindern auf den Philippinen gab. Als Grund wurde ein regelmäßiges Auftauchen von Aflatoxin genannt – eine Pilzart die besonders in Erdnüssen und Getreide gefunden werden kann. Die Fortsetzung der Studie offenbarte einige dunkle Geheimnisse: Die Anzahl der Krebsfälle war besonders bei den Kindern hoch, die sehr viele tierische Proteine zu sich nahmen. Das betraf vor allem Familien, die an Nebenflüssen lebten.

Während dieser Zeit entdeckte Dr. Campbell weitere Studien aus Indien, die provozierende aber relevante Ergebnisse hervorgebracht haben. Indische Forscher hatten Studien mit Ratten durchgeführt, die Aflotoxin ausgesetzt waren. Sie haben die Ratten in zwei Gruppen eingeteilt. Der einen Gruppe wurde eine proteinreiche Nahrung verabreicht (20 %), während die andere Gruppe lediglich wenige Proteine in der eigenen Nahrung hatte (5 %). Unglaublicherweise ereilte alle Ratten mit einer proteinreichen Nahrung ein Krebsleiden, während in der proteinarmen Ernährung kein einziger Krebsfall zu verzeichnen war. Das Protein, welches den Ratten gegeben wurde war Casein, welches 87 Prozent der Proteine in der Kuhmilch ausmacht.

Der ehemalige Bauer war jetzt vor eine große Herausforderung gestellt. Seine komplette Karriere schien aus dem Gleichgewicht geraten zu sein. Seine Studien schienen genau das Gegenteil von dem zu zeigen, was er erwartet hatte. Seine Erwartung war, dass die Proteine von Tieren die Probleme der Welt lösen könnten. Es wäre nicht populär die Milch- und Fleischproduktion in Frage zu stellen.
Seine Erziehung auf einem Bauernhof hatte ihn jedoch zu einem unabhängigen Denker gemacht. Herausforderungen und Probleme waren dazu da, um diese zu lösen. Er war kein Freund davon, sich von vorgefertigten Ideen, Systemen, der Politik oder Geld beeinflussen zu lassen. Er wollte die Herausforderung annehmen und die Erkenntnisse auf die er gestoßen war überprüfen.
Er begann mit Forschungen im Labor. Er wollte die Beziehung zwischen der Ernährung und Krebs, speziell der Rolle der Proteine in diesem Fall, erforschen. Er war dabei klug genug um seine Vermutungen rund um das Thema tierische Proteine nicht zu einem schlechten Zeitpunkt zu veröffentlichen. Seine neue Studie wurde von einer von Amerikas renommiertesten Institutionen durchgeführt. Die Ergebnisse waren schockierend. Die Ernährung schien viel mehr die Entwicklung von Krebs zu beeinflussen als es durch die Gene oder durch Gifte möglich war. Die Ernährung war sogar so entscheidend, dass er Krebs förmlich an- und ausschalten konnte. Pflanzliche Proteine hingegen brachten keinen Krebs hervor, selbst wenn der Anteil in der Ernährung erhöht wurde, während tierische Proteine dafür sorgten, dass sich Krebs entwickelte.

Die Studie endete jedoch nicht im Labor. Eine Tür öffnete sich für Dr. Campbell, sodass er seine Untersuchungen in China fortführen konnte. Dort arbeitete er mit der Oxford Universität, der Universität von Cornell und der chinesischen Akademie für präventive Medizin zusammen. Er erstellte verschiedene Personengruppen, die jeweils eine andere Ernährung erhielten und untersuchte das Auftreten von Krebs. Diese Studie hat mehr als 8000 Statistiken zum Thema Krankheiten und Ernährung hervorgebracht. Das interessante an der Studie war, dass die Ergebnisse alle in die gleiche Richtung führten: „Eine vollwertige Ernährung bestehend aus pflanzlichen Produkten“, in Dr. Campbells eigenen Worten. Das Geheimnis eine so naturbelassene, lebendige und unveränderte Ernährung wie möglich – pflanzliche Ernährung. Wenn die Beweise der Tatsache, dass tierische Eiweiße so viele Krankheiten verursachen, so schwer wiegen, wie kann es sein, dass sich der Ernährungsmythos hält, dass qualitativ hochwertige Proteine (das heißt aus dem Reich der Tiere) für eine gesunde Ernährung benötigt werden, um sich normal und gesund zu entwickeln, sowie stark zu sein?

Der Protein-Mythos

Protein. Das Wort hat griechische Wurzeln in dem Wort „protos“, was soviel wie „erstes“ bedeutet. Keine Frage: Proteine spielen eine wichtige Rolle in unserer Ernährung. Proteine werden benötigt, damit unser Körper Muskeln bilden und Gewebe reparieren kann. Weiterhin sind die Eiweiße notwendig, um sie in lebenswichtige Stoffe wie Enzyme oder Hormone umzuwandeln. Aber welche Quelle ist die beste um an Proteine zu kommen und wie viele Proteine werden in der Ernährung benötigt?

Proteine sind komplexe Molekühle, die sich aus einfachen Blöcken bilden, den sogenannten Aminosäuren. Es gibt 20 (-22) Aminosäuren, die der Körper benötigt um die lebenswichtigen Proteine bilden zu können und gesund zu bleiben.  8 (-9) dieser Aminosäuren werden als essentiell bezeichnet. Das heißt der Körper kann diese Stoffe nicht selbst bilden, weshalb sie mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Wenn Sie sich die Kombinationen aus Aminosäuren in pflanzlichen und tierischen Produkten anschauen erscheint es logisch, dass die tierischen Produkte näher an den Mengen sind, die der Körper benötigt. Aus diesem Wissen hat sich die Legende gebildet, dass tierische Proteine besser für den Körper sind als pflanzliche.

Bereits in den 90er Jahren wurde dieser Mythos jedoch durch Wissenschaftler vor eine Herausforderung gestellt. Professor Russel Chittenden führte an der Yale Universität eine Studie mit Athleten durch, um die Beziehung zwischen Proteinen und der Leistung des Körpers zu erforschen. Er teilte die Athleten in zwei Gruppen und führte ihnen jeweils eine unterschiedliche Ernährung zu: Eine “normale” Ernährung, die tierische Eiweiße enthielt und eine Ernährung komplett ohne tierische Eiweiße – also auf pflanzlicher Basis. Nach fünf Monaten waren die Athleten, die ihre Ernährung auf Basis pflanzlicher Ernährung zu sich nahmen um 35 Prozent leistungsfähiger als die Anderen.

Jedoch gab es bereits in den 60er Jahren eine Studie, die den Protein-Mythos vor Probleme stellte. Die beiden Professoren Hardine und Stare von Havard und der Loma Linda Universität versuchten herauszufinden, was für den Menschen die beste Proteinquelle wäre. Sie arbeiteten dabei mit drei unterschiedlichen Ernährungsweisen: Einer „normalen“ Ernährung auf fleischlicher Basis, einer vegetarischen Ernährung (inklusive Eiern und Milch) sowie einer rein pflanzlichen Ernährungsweise. Sie wollten herausfinden, welche der Ernährungsweisen für die beste Kombination der Aminosäuren im Körper sorgten. Sie verglichen die Ergebnisse mit den Ernährungsempfehlungen der

Weltgesundheitsorganisation sowie der Zusammensetzung der Muttermilch, welche von Seiten des Schöpfers entwickelt wurde, um für eine optimale Ernährung zu sorgen. Das Ergebnis war überraschend: Die rein pflanzliche Ernährung traf dabei am genausten sowohl die Vorgabe der Weltgesundheitsorganisation sowie die der Muttermilch.

Wie Sie sehen können werden die Aminosäuren in der Ernährung vom Körper heruntergebrochen und wieder neu gebildet. Entsprechend trägt jeder Teil der Ernährung etwas zum Haushalt der Aminosäuren bei, die der Körper nutzen kann um die nötigen Proteine zu bilden. Wenn Sie sich dafür entscheiden, eine ausgewogene Ernährung auf Basis pflanzlicher Produkte in ihrem Leben zu verwirklichen, so trägt diese dazu bei, dass der Körper die notwendigen Bausteine selbst produzieren kann. Selbst wenn Sie alle die benötigten Kalorien am Tag von einem einzigen pflanzlichen Produkt(z.B.: Kartoffeln, unraffinierte Reis, Hafer, Tomaten, Bohnen, Broccoli) beziehen würden, was weder realistisch noch empfehlenswert ist – würden mehr als die notwendigen Aminosäuren in der Ernährung enthalten sein. So eine einseitige Ernährung wäre jedoch nicht gesund und würde dafür sorgen, dass dem Körper wichtige Stoffe fehlen. Es sollten daher schon mehrere pflanzliche Produkte sein.

Es ist interessant, die Nährstoffe in der Muttermilch verschiedene Tiere und des Menschen zu analysieren. Sie werden schnell feststellen, dass der Eiweißgehalt im Verhältnis zur Geschwindigkeit des Wachstums bei Säuglingen steht. So enthält die Kuhmilch mehr Proteine als die des Menschen – die der Hunde, Katzen und Ratten enthält sogar noch mehr. Wenn wir also Milch von einer anderen Spezies trinken würden, würde damit dann auch das Wachstum beschleunigt werden? Natürlich nicht. Das Wachstum ist nämlich im Wesentlichen von den Genen abhängig. Der Überfluss an Proteinen würde zu einer Last für den Körper werden.

Wie viele Proteine brauchen wir nun also? Auch wenn offizielle Kanäle für einen Anteil von bis zu 35 Prozent an Eiweißen und bis zu 35 Prozent Fetten für gut halten (The China Study, Seite 306), so ist dieser Wert doch weit weg vom Optimum. Um den täglichen Bedarf an Proteinen abzudecken ist lediglich ein Anteil von 5 bis 6 Prozent der normalen Kalorienaufnahme nötig. Es ist jedoch empfehlenswert, 9 bis 10 Prozent der Ernährung aus Proteinen bestehen zu lassen (The China Study, Seite 308). Damit lässt sich der Proteinhaushalt optimal abdecken. Die Angst, dass durch eine rein pflanzliche Ernährung zu wenige Eiweiße aufgenommen werden ist unbegründet. Dr. Mark Messina, promovierter Ernährungswissenschaftler im US-Bundesstaat Michigan, beschreibt es folgendermaßen: „...wenn Menschen verschiedene Dinge aus Getreide, Gemüse und Bohnen essen und den Tagesbedarf an Kalorien decken ist es unmöglich, zu wenig Proteine bilden zu können.“ (Proof Positive, Seite 151, Dr. Neil Nedley)

Die Low Carb Hysterie

Wir werden ständig mit neuen Schlagzeilen zum Thema Ernährung versorgt. Manchmal ist es dabei hart, den wissenschaftlichen Hintergrund dazu zu erfahren. Einmal wird so empfohlen, dass täglich fünf Portionen an Obst und Gemüse gegessen werden sollten, andererseits gibt es Empfehlungen vorsichtig mit diesen Früchten zu sein, da diese Fettleibigkeit hervorrufen würden. Dabei sollte natürlich die gefährliche Kartoffel nicht vergessen werden. Die Low Carb Ernährung empfiehlt, eine möglichst proteinhaltige Ernährung zu sich zu nehmen.

Gibt es ein Fünkchen Wahrheit in der Low Carb Hysterie? Keine Frage: In unserer westlichen Gesellschaft nehmen wir viel zu viele Kohlehydrate zu uns. Viele der Low Carb Verfechter haben also ein tatsächliches Problem aufgezeigt. Wenn jedoch über Kohlehydrate gesprochen wird, können wir nicht pauschalisieren. Viele der Personengruppen, die am längsten leben, bekommen einen Großteil ihrer täglichen Ernährung von Kohlehydraten – komplexen Kohlehydraten (Diet and Health, Scientific Perspectives, S. 29, von Professor Dr. Walter J. Veith). Die Lösung des Problems ist also nicht, mehr Fette und Proteine zur eigenen Ernährung hinzuzfügen. Wir haben schon auf einige der Probleme geschaut, die eine proteinreiche Ernährung mit sich bringt. Viele beunruhigende Statistiken stehen auch im Zusammenhang mit einer fettreichen Ernährung – hauptsächlich aus tierischen Quellen. Wir kennen alle die Gefahren rund um gesättigte Fettsäuren im Bezug auf Herz-/Kreislaufkrankheiten. Die gute Nachricht: Durch eine Ernährungsumstellung auf rein pflanzliche Produkte kann das gefährliche Cholesterin komplett beseitigt werden. Die Leber stellt dabei das nötige Cholesterin zur Verfügung. Normalerweise sollten wir gar kein Cholesterin mit Hilfe unserer Nahrung aufnehmen.

Fett und Lebensstilkrankheiten

Tierische Produkte sind oftmals voll von gesättigten Fetten. Gesättigte Fettsäuren sind sogar dazu in der Lage unseren Cholesterinspiegel in der Höhe zu verdoppeln – sogar mehr als das pflanzliche Cholesterin. Zu hohe Cholesterinspiegel sind die Grundlage für Krankheiten wie Atheriosklerose, welche den Weg zum größten Mörder der Welt ebnet: Den Herz-/Kreislaufkrankheiten. Die Verstopfung der Atherien entwickelt sich allmählich und viele sind sich des Problems nicht bewusst bis sie eine Verstopfung der Atherie erleiden oder einen Herzinfarkt bekommen. Oftmals ist es dann bereits zu spät. Durch die Reduktion oder das Weglassen sämtlicher tierischer Produkte kann ein guter Blutkreislauf begünstigt werden, was die Grundlage für die Gesundheit ist. Ein durchgängiger frischer Blutfluß sorgt für den Transport von Sauerstoff, Wasser und Nährstoffen an jede Zelle des Körpers. Außerdem sorgt er für den Abtransport von Abfallstoffen.

Ein hoher Fettkonsum begünstigt weiterhin auch andere bekannte Krankheiten wie etwa Diabetes oder Krebs.

Was ist jedoch mit dem mageren Fett von Fisch oder Geflügel? Es ist wahr, dass Hähnchenfleisch weniger Cholesterin enthält als zum Beispiel Leber oder Eigelb. Die Wahrheit ist jedoch, dass es keine großen Unterschiede zwischen dem Cholesteringehalt von Geflügel, Schwein und Rind gibt. Dennoch enthalten Geflügel und Fisch weniger gesättigte Fettsäuren als rotes Fleisch. Weiterhin haben die im Fisch enthaltenen Omega-3 Fettsäuren in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit erhalten, da diese den Blutkreislauf ebenso begünstigen wie die Gehirntätigkeit oder auch den Stoffwechsel. Die ungesättigten Fettsäuren bringen eine ganze Reihe von guten Eigenschaften mit. Im Gegensatz zu den gesättigten Fettsäuren senken diese den Cholesterinspiegel, wobei die gesättigten Fettsäuren den Cholesterinspiegel verdoppeln während mehrfach ungesättigte Fettsäuren  den dan wieder zu senken haben.

Es gibt sowohl pflanzliche als auch marine Quellen für ungesättigte Fettsäuren. Dazu gehören zum Beispiel Chia- und Leinsamen ebenso wie Walnüsse, die durch ihre tollen Eigenschaften zu den besten pflanzlichen Lebensmitteln zählen. Der Vorteil daraus, Omega-3 Fettsäuren aus Pflanzen zu beziehen, besteht in geringeren Konzentrationen an schädlichen Stoffen durch Bioakkumulation und die Verstärkung der Stoffe. Marine Organismen haben eine Tendenz dazu, mehr toxische Stoffe und Schwermetalle aufzunehmen als Pflanzen.

Die gesündesten Fette können wir in Nüssen, Ölen, Oliven und der Avocado finden. Natürliche nicht weiter verarbeite Fette bringen eine ganze Menge von Vorteilen mit sich: einen ungehinderten Blutkreislauf, verbesserte Merkfähigkeiten, verbesserte Lernkapazitäten und eine gesteigerte Intelligenz. Weiterhin zählt zu den Vorteilen eine gesunde Haut, eine gute Verdauung, Schutz vor Autoimmun-Krankheiten, entzündlichen Beschwerden und sauerstoffscheuen Mikroorganismen. Wir brauchen Fette, wir brauchen Kohlehydrate und wir brauchen Eiweiße. Die Frage ist: Von welchen Quellen und in welchen Mengen?

Bearbeitung / Verfeinerung

Eines der größten Probleme über das wir beim Zunehmen von Kohlehydrate stoßen ist die Verfeinerung. Naturvölker selbst nehmen lediglich unveränderte Lebensmittel zu sich. Die Industrialisierung hat jedoch einige schlechte Dinge mit sich gebracht. Wir haben uns in die Schöpfung eingemischt um die Produkte zu verfeinern, während die Verfeinerung jedoch eine Verminderung mit sich bringt. Zucker und verfeinerte Getreideprodukte wie Weißbrot, Pasta, Kuchen, Kekse, Süßigkeiten und Limonaden wurden ihrer Nähr- und Balaststoffe beraubt. Sie enthalten leere Kalorien, die Fettleibigkeit und andere Lebenstil-Krankheiten hervorrufen.

Das Zuckermonster

Weißer Zucker kann als Chemikalie klassifiziert werden. Dieser enthält keinerlei Nährstoffe mehr. Für die Verdauung dieses Zuckers werden Nährstoffe wie Vitamin B1 etwa benötigt. Diese müssen dann aus den Reserven des Körpers genommen werden. Ein hoher Zuckerkonsum beraubt den Körper seiner Vitamine und wichtiger Mineralstoffe. Diese sind wichtig für die eigene Gesundheit und helfen zudem, die Gelenke flexibel zu halten. Zucker führt zu einer sauren Umgebung im Körper. Er führt zu einer ganzen Reihe von Krankheiten wie etwa Athritis. Der Körper versucht das Gleichgewicht wieder herzustellen und verwendet so die Mineralstoffe und das Kalzium aus den Knochen. Das führt nicht nur zu Osteoperose, sondern das Kalzium lagert sich auch in Muskeln, Blutgefäßen und dem Gewebe ab. Weiterhin führt eine Übersauerung des Körpers zu einem verminderten Phosphor-Spiegel im Körper. Mit zu wenig Phosphor im Körper kann dieser das Kalzium nicht neutralisieren. Das kann zu Nervosität, Hautproblemen, schlechter Verdauung und schlechten Zähnen führen.

Zucker schwächt weiterhin das Immunsystem und verringert die Anzahl der weißen Blutkörperchen, die für die Abwehr von Bakterien wichtig sind. Krebszellen haben auch einen großen Appetit auf Zucker.

Zuletzt gab es einen vermehrten Fokus auf den Zusammenhang zwischen der Ernährung und der Psyche. Studien wurden durchgeführt, in denen die Beziehung zwischen der Ernährung und Eigenschaften wie der Konzentration, der Leistungsfähigkeit und der Intelligenz ermittelt wurden. Zucker hat demnach negative Auswirkungen auf den vorderen Stirnlappen, welcher das Zentrum für Argumenation, Entscheidungen, Moral, Geistlichkeit und Willenskraft ist. Es gehört zum allgemeinen Wissen in der Medizin, dass die Nervosität der Kinder oftmals mit einem erhöhten Zuckerkonsum einhergeht.

Einfacher Zucker muss nicht so heruntergebrochen werden wie das bei komplexen Kohlehydraten der Fall ist. Der einfache Zucker wird schnell ins Blut aufgenommen und der Blutzuckerspiegel steigt rasend schnell an. Das führt zu einer Alarmreaktion in der Bauchspeicheldrüse. Das Hormon Insulin wird ins Blut abgegeben, um mit dem hohen Blutzuckerspiegel umzugehen. Insulin hilft dabei, den Zucker aus dem Blut zu entfernen und ihn im Körper zum Beispiel als Fett zu lagern. Das Insulin hilft dabei, den Blutzuckerspiegel wieder auf eine normale Höhe zu senken, was widerrum das Gehirn sowie die Organe beeinflusst, die einen durchgängigen Zufluss an Glukose benötigen. Unraffinierte Produkte die komplexe Kohlehydrate enthalten verursachen nicht diesen Achterbahn-Effekt beim Blutzuckerspiegel. Die Balaststoffe wie sie in Getreideprodukten oder Früchten vorkommen helfen den Blutzucker zu regulieren und sorgen für eine durchgängige Ausschüttung von Glukose, was der Treibstoff des Gehirns und der Muskeln ist.

Die Vorteile einer balaststoffreichen Ernährungsempfehlungen

Balaststoffe sind nicht nur zur Regulierung des Blutzuckers wichtig. Auch wenn wir Menschen Balaststoffe nicht verdauen können und sie in Energie umwandeln können spielen sie doch eine wichtige Rolle in der Funktionalität des Körpers. Balaststoffe werden für die Verdauung benötigt. Sie haben vielleicht schonmal den Ausdruck gehört, dass Balaststoffe den Dickdarm durchbürsten. Die Balaststoffe führen zu einer erhöhten Aufnahme von Wasser, sodass Abfallprodukte leichter durch den Darm durchgeleitet werden können. Weiterhin beugen die Balaststoffe der Verstopfung vor und helfen weiterhin gegen Karzinogene – also krebsbildende Stoffe. Ebenso sind sie verantwortlich für eine gesunde Darmflora.

Balaststoffe sind sowohl zur Vorbeugung von Krebs als auch Herz-/Kreislauferkrankungen sehr wichtig. Haferprodukte und Bohnen enthalten eine ganze Reihe von wasserlöslichen Balaststoffen, die im Kampf gegen hohe Cholesterinspiegel sehr wichtig sind. Speziell das gefährliche LDL-Cholesterin, welches sich in den Atherien aufbaut und diese verschließen kann, kann dadurch gesenkt werden. Dadurch, dass Balaststoffe nicht nur Cholesterin sondern auch Gallensäure binden beugt eine Balaststoffreiche Ernährung auch Dickdarm-Krebs vor. Die Stoffe binden die Gallensäure, die durch Bakterien unter Umständen zu Karzinogenen umgewandelt werden kann. Weizenflocken haben nachweislich auch eine östrogensenkende Wirkung, sodass dadurch eine Vorbeugung gegen Brustkrebs möglich ist.

Durch den Raffinierungsprozess werden sämtliche Mineralien, Balaststoffe und Vitamine aus den Lebensmitteln genommen. Vitamine, Mineralien und Balaststoffe werden jedoch für eine gesunde Körperfunktion benötigt. Dadurch werden sowohl das Immunsystem, als auch die Verdauung, Muskeln, Knochen, Haare und Haut gestärkt.

Unbearbeitete Kohlehydrate führen dem Körper Energie und wichtige Nährstoffe zu. Wir finden sie in Gemüse, Früchten, Getreide, Wurzeln und Hülsenfrüchte. Die komplexen Kohlehydrate sind entsprechend nicht das Problem. Das Problem ist der Verfeinerungsprozess der die Gefahren der Kohlehydrate hervorruft. Je näher an der Natur, desto besser. Je frischer und lebendiger, desto besser.

Je näher an der Natur, desto besseren

In dem Buch, “The China Study” von Dr. Collin Campbell fasst der Autor seine Erkenntnisse mit den folgenden Worten zusammen: “Es gibt keine spezielle Ernährung zur Vorbeugung von Krebs und eine andere zur Vorbeugung von Herz-/Kreislauferkrankungen. Die selbe Ernährung, die gut zur Vorbeugung von Krebs ist, beugt auch Herz-/Kreislauferkrankungen ebenso wie Fettleibigkeit, Diabetes, Linsentrübung. Macular Degeneration, Alzheimer, Kongnitive Disfunktion, Multiple Sklerose, Osteoporose und anderen Krankheiten vor. Diese Ernährung kann allen Menschen helfen, egal welche Gene sie haben und welche persönlichen Voraussetzungen sie mitbringen. Alle diese Krankheiten, und andere, haben den gleichen Ursprung: eine ungesunde, giftstoffhaltige Ernährung und ein Lebensstil, der krankheitsbegünstigende Faktoren und das Fehlen von gesundheitsbegünstigenden Faktoren. Mit anderen Worten: Die westliche Ernährung. Andersherum gibt es eine Ernährung, die all diesen Krankheiten vorbeugen kann: Eine reichhaltige pflanzenbasierte Ernährung.” (The China Study, Seiten 109 und 110)

Ganzheitliche Gesundheit

Gesundheit ist keine abgesonderte Angelegenheit. Es gibt so viele Faktoren, die eine hohe Lebensqualität beeinflussen. Das Akronym NEW START wird oftmals als kurze Zusammenfassung für ein gutes Leben aufgeführt. Es enthält acht wichtige Schlüssel auf dem Weg zu einem ganzheitlichen Leben: Nutrition (Ernährung), Exercise (Bewegung, Sport), Water (Wasser), Sunshine (Sonnenschein), Temperance (Mäßigkeit), Air (Luft), Rest (Ausruhen) und Trust (Vertrauen). Vertrauen bezeichnet dabei die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Beziehung zu Gott.

Quellen: The China Study, von T. Colin Campbell PhD | Proof Positive, von dr. Neil Nedley | Diet and Health, Scientific Perspectives, von prof. Walter J. Veith


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